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Glas als Rohstoff

Glas lässt sich unendlich oft wieder verwenden. Somit hat es erhebliche Vorteile gegenüber Plastik.

las kann beliebig oft in den Schmelzprozess zurückgeführt und zu neuen Produkten verarbeitet werden. Da recyceltes Glas bei niedrigeren Temperaturen als die zur Glasherstellung erforderlichen Rohstoffe schmilzt, sinkt der Energiebedarf, wenn Glasscherben zugesetzt werden. Der Einsatz von Altglas hängt aber von den herstellungsspezifischen Anforderungen an den Reinheitsgrad der Scherben ab. So kann gefärbtes Glas nicht zur Herstellung von Weißglas genutzt werden und Keramikscherben oder Steine stören den Prozess des Recycling. Eine Tonne Altglas darf nicht mehr als 25 g an Keramik, Steinen und Porzellan enthalten und maximal 5 g an Nichteisenmetallen wie Aluminium. Zudem dürfen Grenzwerte für Eisenmetalle und für organische Bestandteile wie Kunststoffe und Papier nicht unterschritten werden. Somit ist Trennen wichtig.

Für Behälterglas wurde bereits im Jahr 1974 ein flächendeckendes Sammelsystem eingerichtet. Meist werden Bringcontainersysteme zur getrennten Erfassung von Weiß-, Braun- und Grünglas eingesetzt. Über 250 000 solcher Altglascontainer sind bundesweit im Einsatz.

In der Behälterglasindustrie stellt Altglas mittlerweile die wichtigste Rohstoffkomponente dar.

Meistens ist die Energiebilanz von Mehrwegflaschen um einiges besser als beim Einschmelzen. Welche Option energetisch und ökologisch sinnvoller ist, hängt von vielen Faktoren ab:

  • Länge des Transportweges (wobei Altglas zunächst günstiger zu transportieren ist)
  • Aufwand der Aufbereitung (etwa Sortieren/Reinigung/Spülen gegenüber Einschmelzen und Neuformung)
  • eine Wiederbefüllung ist nur bei standardisierten Formen möglich
  • Energieaufwand, etwa Erdgas, Wasser und Strom kommen zum Recyclingprozess hinzu

Somit ist es immer gut neue Einsatzbereiche für gebrauchte Glasbehälter zu finden.

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